Studienerfolg durch Orientierung. Herausforderungen und Bedarfe in Hochschulforschung, Lehre und Third Space

Da die Herausforderung der Studienfachwahl für Studieninteressierte mit zunehmender Profilbildung auf Hochschulseite steigt und Fehlvorstellungen von Studium und Fach oft mit Studiengangwechsel oder Abbruch korrelieren, bemühen sich immer mehr Hochschulen darum, eine nachhaltige Studienfachwahl mittels Orientierungssemestern bzw. Studiengängen mit Orientierungsphase zu ermöglichen. Das Symposium soll den Erfahrungsaustausch und die bundesweite Vernetzung aller Akteur*Innen unterstützen, die an Orientierungsstudiengängen arbeiten oder ähnliche Programme an ihren Einrichtungen planen bzw. zu den Herausforderungen von Studienerfolg, Orientierung in der Studieneingangsphase und Evaluation forschen.

Dementsprechend gliedert sich das zweitägige Symposium in drei Tracks, die sich mit folgenden Themen und Fragen in Form von Impulsen und Workshops auseinandersetzen:

Track Hochschulforschung: Was ist Orientierungserfolg?

Keynote: Bettina Jorzik (Stifterverband) „Denn Sie wissen nicht was sie tun“ – Beobachtungen zum Verhältnis von Hochschulforschung und Alltagspraxis in Lehre und Studium

Zielgruppe: Hochschulforschende zu Orientierung und Studieneingangsphase; Hochschulpolitik; Forschende zu Themen wie Evaluation, Studienerfolg, Organisationsentwicklung oder Hochschulkommunikation.

Session-Schwerpunkte:

  • Evaluation von Orientierungsprogrammen
  • Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Orientierung
  • Zusammenhang von Studienerfolg und Orientierungsangeboten

Leitfragen:

  • Wie definieren sich Orientierungsbedarfe und Zielgruppen?
  • Was ist Orientierungserfolg? Was sind Qualitätsziele und -kriterien von Orientierungserfolg?
  • Inwiefern ist Messbarkeit/Evaluation von Orientierungserfolg möglich?
  • Entspricht Nachhaltigkeit von Orientierungserfolg einem Studienerfolg?

Track Lehre: Lernziel Orientierung?

Keynote: Dr. Ulrike Konnertz (Leibniz Kolleg, Tübingen): „We don’t need no education“ – Was verbindet den Wunsch nach Orientierung in der Unübersichtlichkeit mit einem „Denken ohne Geländer“

Zielgruppe: Lehrende, Programmverantwortliche, BeraterInnen, BetreuerInnen bzw. Coaches von MentorInnen/TutorInnen

Session-Schwerpunkte:

  • Praxisbezug und Projektarbeit in der Orientierung
  • Orientierungsebenen identifizieren
  • Beratung und (Selbst-)Reflexion als Orientierungswerkzeuge

Leitfragen:

  • Lernziele und Orientierungskompetenzen – was sind bzw. wo liegen die didaktischen Schwerpunkte? Was sind die Gelingensbedingungen?
  • Welche Motivatoren und Motivationshemmer kann man für die Studierenden identifizieren?
  • Gibt es spezielle Lehrformate oder Konzepte, die der Orientierung besonders dienen und nachhaltig Studienabbrüche und Fachwechsel senken?

Track 3rd Space: Orientierung organisieren?

Keynote: Matthias Koziol (BTU Cottbus-Senftenberg) Orientierungsstudium College+: An der Schnittstelle zwischen systematischer Curriculumsgestaltung und individuellem Orientierungsbedarf

Zielgruppe: Administrative im Bereich Studiengang- und Organisationsentwicklung, Qualitätsmanagement und Evaluation; StudienberaterInnen; Programm-Koordinierende und im Wissenschaftsmanagement Tätige

Session-Schwerpunkte:

  • Einführung von Orientierungsstudiengängen
  • Umsetzung und Wirksamkeit von Verbundprojekten
  • Programmorganisation

Leitfragen:

  • Wie funktionieren Implementierungsstrategien, Konsensbildung und Organisationsentwicklung bei der Einführung von Orientierungsprogrammen/studiengängen?
  • Was sind Kontextbedingungen und spezifische Herausforderungen, auch im Spannungsfeld der AkteurInnen?

Darüber hinaus gibt es folgende, zentrale Programmpunkte:

  • Zentrale Keynote: Dr. Ulrich Heublein (DZHW): „Studienorientierung als Voraussetzung für den Studienerfolg“
  • Podiumsdiskussion „Studienerfolg durch Orientierung“ mit Dr. Ulrich Heublein (DZHW), Dr. Elke Bosse (HIS-HE), Ulrike Konnertz (Leibniz Kolleg, Tübingen),  Prof. Dr. Roger Erb (VP, GU Frankfurt) sowie Jan Cloppenburg (Student HU Berlin, ehem. fzs-Vorstandsmitglied). Moderation Katja Irle
  • Postersession: Orientierungsprogramme stellen sich in einer Postersession vor, die durch den Einsatz eines virtuellen Tools intensiven kollegialen Austausch ermöglicht.
  • Netzwerktreffen: Zum Abschluss der Tagung ist ein runder Tisch für Mitarbeiter*Innen an Orientierungsprogammen/-studiengängen geplant.

Die Tagung findet am 19. und am 20. November digital statt. Veranstalterinnen sind die Koordinatorinnen der beiden Orientierungsstudiumgänge an der Goethe-Uni.

Symposiums-Kontakt E-Mail: studienerfolg-durch-orientierung@uni-frankfurt.de

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